Von manchen Teams heißt es, sie seien traditionell besonders heimstark, würden also Heimspiele mit besonders großer Wahrscheinlichkeit gewinnen. In Deutschland werden oft der 1. FC Kaiserslautern („Am besten schicken wir die Punkte gleich mit der Post“, beschwerte sich Paul Breitner 1982 nach einer erneuten Niederlage seiner Bayern in Kaiserslautern) und Borussia Dortmund genannt, international sind unter anderem der FC Liverpool, Celtic Glasgow und Fenerbahce Istanbul als Mannschaften bekannt, die das Gastteam zur Verzweiflung treiben.
Aber eine Analyse durch den Physiker Andreas Heuer belegte zumindest für den deutschen Profifußball: Auf lange Sicht ist der Heimvorteil für alle Teams gleich groß. In einzelnen Saisons mag es unterschiedlich aussehen, aber es gibt keine Mannschaft, die über einen längeren Zeitraum besonders heimstark war[i]. Übrigens auch keine, die Auswärts besonders stark gewesen wäre. Hier werden von den Fans wie so oft kurzfristige statistische Häufungen und Einzeleindrücke überbewertet.
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